Sojamilch als Babynahrung


Kein Ersatz für Milchprodukte
Sojamilch als Babynahrung

Wenn eine Mutter ihr Baby nicht stillen kann, greift sie gerne auf Produkte aus dem Drogerie- oder Supermarktregal zurück. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt davor, Säuglinge mit Sojamilch zu füttern.Wann Sojamilch verwenden?
Medizinische Gründe, sich für Sojamilch zu entscheiden, sind laut BfR selten: Es gibt wenige Fälle von angeborenem vererbtem Laktasemangel. Eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) ist dagegen in der Regel kein Grund, laktosefreie Soja-Säuglingsnahrung zu verwenden. Auch Säuglingen mit Kuhmilchallergie – so empfiehlt die Ernährungskommission – sollte zumindest bei Behandlungsbeginn keine Sojanahrung erhalten. Gegebenenfalls können in solchen Fällen sogenannte speziell aufbereitete Eiweißhydrolysate zum Einsatz kommen. Sojaeiweiße können allergische Reaktionen auslösen und beugen also – entgegen der verbreiteten Annahme – allergischen Erkrankungen keineswegs vor.

Hormonähnliche Inhaltsstoffe

"Soja enthält so genannte Phytoöstrogene, die in ihrer Struktur und Wirkung dem weiblichen Geschlechtshormon Östradiol ähneln", erklärt Prof. Sabine Kulling von der Universität Potsdam. Zwar besäßen diese hormonähnlichen Stoffe in geringen Mengen und in Abhängigkeit von der Lebensphase gesundheitsfördernde Eigenschaften. Sie könnten sich aber negativ auswirken, wenn Sojaprodukte einen großen Anteil in der Ernährung ausmachten oder man sie in isolierter Form aufnimmt.

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